Dauerfestigkeit

LIMIT Dauerfestigkeit

Bei konstanter Spannungsamplitude (Einstufenkollektiv) kann für die meisten technisch relevanten Werkstoffe und Verbindungstechnologien eine Spannungsschwingbreite versuchstechnisch ermittelt werden, die über eine nahezu unbegrenzte Lastwechselzahl ertragen wird. Diesen Wert bezeichnet man als Dauerfestigkeit. Bei der dauerfesten Auslegung einer Struktur spielt somit die Kollektivform keine Rolle mehr. Beim Festigkeitsnachweis geht es darum zu zeigen, dass die größte auftretende Spannungsamplitude kleiner ist als der zulässige Dauerfestigkeitswert. Somit ist dann das gesamte Kollektiv dauerfest.

Je nach Material, Verbindungstechnologie, Beanspruchungsart und Norm beginnt der Bereich der Dauerfestigkeit bei rund 1 bis 100 Millionen Zyklen.

Der Nachweis ausreichender Dauerfestigkeit ist überall dort üblich, wo aufgrund der Einsatzbedingungen und der Nutzungsdauer sehr hohe Lastwechselzahlen erreicht werden bzw. die Maschinen oder Fahrzeuge über lange Zeit im Betrieb bleiben, z.B. 30 Jahre für Schienenfahrzeuge.

Muss ein Mehrstufenkollektiv behandelt werden, für das bei einer Stufe die Spannungsamplitude über der Dauerfestigkeit liegt, dann muss eine Betriebsfestigkeitsanalyse für das gesamte Kollektiv durchgeführt werden. Durch die Beanspruchungen über dem Niveau der Dauerfestigkeitsgrenze kommt es zu einer Schädigung des Werkstoffes, sodass auch Kollektivanteile unterhalb der Dauerfestigkeitsgrenze zur weiteren Schädigung beitragen können.


Die Software LIMIT enthält unterschiedliche Normen zur Durchführung von Festigkeitsnachweisen. Alle zuvor erwähnten Nachweise sind dabei möglich:

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